Herbstzeit Kürbiszeit

Kürbis ein Gemüse der Saison. Lange Jahre bei uns verpönt und missachtet, aber seit Jahrhunderten in der orientalischen, asiatischen, afrikanischen und amerikanischen Küche nicht weg zu denken. Jetzt aber hat er auch in Europa seinen kulinarischen Ruhm erreicht. Er ist das vielseitigste Gartenprodukt unserer Region: als Suppe in hundert Varianten, als Gemüsebeilage, als Vorspeise, als Eintopf, als Chutney, als Dessert und sogar als Kuchen!
Überzeugen Sie sich selbst!

Wissenswertes zum Kürbis

„Ein Kürbis kommt selten allein“
Verblüffend, wie viele leckere Kürbisprodukte es gibt.
Die drei wichtigsten und wohlschmeckendsten sind:

Kürbiskernöl:
kommt fast immer aus der Steiermark und veredelt fast jeden Salat oder jede Suppe.
Es ist ein grünschwarzes Kernöl.

Kürbiskerne:
Gibt es grün oder geröstet, die äußerst gesund sind.
Auch einfach schön zum Knabbern.

Klassiker:
So kennt den Kürbis jeder – süß – sauer eingelegt.
Eine schöne Beilage zum Aufschnitt oder zum Braten. Aber auch dazu gibt es viele Varianten.

Kürbiswegweiser

Die große Welt der Kürbisse

Es gibt ganz winzige und es gibt buchstäblich Zentner schwere.
Hier ein kleiner Wegweiser durch die Welt des Kürbis:

Gelber Zentner:
Ein Riesenkürbis mit einem sehr faserigem Innenleben. Er kann bis zu 75 kg schwer werden und wird deshalb Spaltenweise nach Gewicht verkauft.

Hokkaido:
Diese Sorte kommt aus Japan und gehört zu den Moschuskürbissen. Er hat eine sehr zarte Haut und ist besonders gut zum Füllen und Einlegen geeignet. Er is aber auch für Suppen sehr geschmackvoll. Zum Verbrauch wird er in der Regel nicht geschält

Moschuskürbis:
Der Star in der riesigen Kürbisfamilie. Wegen seines zarten frucht - nussigen Fleisches ist er in der Küche vielseitig verwendbar. Das Fruchtfleisch variiert von hell– bis dunkelgelb. Moschusartiger Geruch, leicht muskatartiger Geschmack. Er wird bis zu 10 kg schwer.

Muskatkürbis:
Er ist ein Verwandter des Moschuskürbis und stammt aus der Provence. Sein Fleisch ist zart und aromatisch.

Türkenturban:
Die Form lässt ahnen, woher dieser Kürbis seinen Namen hat. Obwohl er eher wie ein Zierkürbis aussieht, ist er ein Speisekürbis, den man gut zum Füllen verwenden kann. Am besten gart man ihn im Backofen. Er hat einen leicht mehligen Geschmack und wird 0,5 bis 4 kg schwer.

Spaghettikürbis:
Der Name ist Programm. Beim Kochen bilden sich aus dem faserigen Fleisch Spaghetti ähnliche Fäden. Er hat einen neutralen Geschmack. Man isst sie wie diese mit Sauce und Butter und mit Parmesan bestreut. Er erreicht ein Gewicht von ca. 1,5 bis 2 kg.

Potimarron:
Diese Sorte ist in Frankreich beheimatet. Das Fleisch ist zart und süß. Wegen der handlichen Größe eignet sich dieser Kürbis allerdings auch gut zum Füllen.

Gutes Gelingen und guten Appetit bei den anschließenden Rezepten!

(Gesammelt und aufgeschrieben von Wolfgang Flügge)